Tomorrowland2013

 

 

Und nun: Musik

 

Vermutlich ist das einer der Blogbeiträge, den ich als Leser selbst hassen würde: Irgendjemand redet über seinen Musikgeschmack…
Meistens ist der dann noch richtig schlecht und zum Schluss findet man den ganzen Blog blöd, weil man die Musik, die der Mensch hört, der den Blog schreibt, ebenfalls blöd findet.
Aber ich bin ja ne ganz harte Wurst, die keine Gefahr scheut und mache es deswegen trotzdem. Haha.

Um ehrlich zu sein, mache ich es eigentlich primär für mich, weil ich mich an die Lieder, die 2014 eine Rolle für mich gespielt haben, erinnern möchte und vielleicht dennoch für jemanden etwas ganz brauchbares dabei ist. Das bedeutet aber definitiv nicht, dass die Songs nur aus 2014 stammen werden.
Auf ein Genre lege ich mich – wie immer, wenn es bei mir um Musik geht – nicht fest. Ich glaube, dass jedes irgendwo seinen Reiz haben kann und die Magie von Musik insbesondere im Moment liegt. Seid also nicht überrascht, wenn sehr, sehr krasse Stilwechsel drin sind. Wir beginnen mit „A“ und enden – niemand könnte es erraten – mit „Z“. Falls jemand was damit anfangen kann, ist er auch sehr herzlich auf meinen Spotify-Playlisten willkommen. Und nun: Musik!

 

 

Adna – Night

Adna Kadic wurde in Schweden geboren. Ihre Familie musste vor ihrer Geburt aus dem vom Krieg zerstörten Bosnien fliehen. Sie ist 20 Jahre alt und ich verwette zwei Kilo Mehl (Typ 405), dass da eine große Karriere ansteht.

 

 

Björk – Joga

Ich kann bis heute noch nicht glauben, dass Björk nächstes Jahr 50 Jahre werden soll. Viel zu sagen gibt es zu ihr wohl nicht. Außer, dass sie grandios ist, fast immer nur barfuß auf der Bühne steht und Gänsehaut garantiert. Live Version, weil sie live nochmal um etliche Längen besser ist, als auf Studio-Platten.

 

 

Counting Crows – Colorblind

Das YouTube-Video ist der Horror. Dennoch: Das Lied begleitet mich seit 15 Jahren. Einer der besten Songs der Welt, zu einem der besten Filme, die je gemacht wurden. Sollte ich nächstes Jahr wieder so eine Liste machen, wird er unter „C“ auch da wieder zu finden sein – fast ganz sicher. Nuffsaid.

 

 

Dustin O’Halloran – We Move Lightly

Ein in Amerika geborener Pianist, der nun in Berlin lebt und euch vielleicht aus Werbespots bereits bekannt ist. Wirklichen Weltruhm hat er zwar noch nicht erlangt, aber das muss ja wie wir wissen nicht immer schlecht sein.

 

 

Enno Bunger – Regen

Jetzt könnte man ja meinen, dass das eine echt depressive Liste wird. Ich gebe zu: Ich finde „traurige“ lieder viel schöner als schöne Lieder. Enno Bunger hat aber durchaus Humor. Einigen davon. Glaubt ihr nicht? Folgt ihm bei Twitter.

 

 

Feist – Caught a Long Wind

Diese Version würde in einem Brockhaus unter dem Schlagwort „smooth“ exemplifiziert. Besonders großartig ist der Song, wenn ihr mit Freunden die halbe Nacht durch die Stadt gestreunt seid und einen wunderar schweren Rotwein-Rausch auf’s Sofa tragt. Bass aufdrehen!

 

 

Greg Laswell – And Then You

Grey’s Anatomy – Fan? Dann dürfte der 1971 in Kalifornien geborene Greg Laswell ja ein Begriff sein. Er konnte mit seinen Liedern in so einigen Shows, Serien und Filmen zum Thema Stimmung und Emotionen seinen Teil beitragen.

 

 

Her Name Is Calla – Pour More Oil

Wenn ich eine Band als meine „Lieblingsband“ bezeichnen müsste – was ich nur ungern würde – dann wäre es diese. Dieser Song kann für mich alles. Trösten, wenn ich traurig bin, beruhigen, wenn ich aufgeregt bin und aufdrehen, wenn ich feiern will. Vielleicht sollte ich mir ganz Groupie-like ein Tatt…. nein.

 

 

IAMX – The Unified Field

Das wäre dann der erste „Stilbruch“, glaube ich. Zum Motorrad fahren bestens geeignet. Also. Ab 128 PS. ;)

 

 

James V. McMorrow – We Don’t Eat

Achja.

 

 

Katzenjammer – A Bar In Amsterdam

Das Lied ist zwar schon ein paar Jahre alt, aber ganz im Ernst: Wer was zum Tanzen und Ausflippen braucht, ist damit bestens bedient!

 

 

Ludovico EinaudiUna Mattina

Der Film „Ziemlich beste Freunde“ hat wohl dafür gesorgt, dass Ludovico Einaudi seine aktuelle Popularität erlangt hat. Wer aber auf Björk und Coldplay steht, hat vermutlich auch schon vorher – wenn auch unbewusst – von ihm gehört.

 

 

Moddi – Let the Spider Run Alive

Meine Liebe für den Norden ist ja nun glaube ich hinlänglich bekannt. Dass sie sich aber auch bei den Interpreten so deutlich niederschlägt, fällt mir erst jetzt während des Blogposts so richtig auf. Moddi ist jedenfalls ein norwegischer Songwriter. Ich kenne ihn erst seit diesem Jahr, finde aber allein den Titel dieses Liedes sehr, sehr episch.

 

 

Nils Frahm – Said And Done

Auch schon ein paar Tage alt, dafür aber umso grandioser, falls man es noch nicht kennt. Ich habe hier bewusst nicht das eigentlich gefeierte Live-Video des Haldern-Pop-Festivals ausgewählt, weil ich das Intro da – ob seiner Länge – so dominant finde, dass der Rest des Liedes – zumindest für mich – anstrengend wird. Und es geht ja insbesondere um das Lied, nicht um das Video. Ganz toll: Er arbeitet gerade an einem Projekt, zusammen mit Ólafur Arnalds. Das kann nur gut werden!

 

 

Otto A. Totland – Âust

Schon wieder Norwegen. Otto A. Totland wurde mir von der Fotografin Anne Koch aus Hamburger empfohlen. Sie sollte Recht behalten. Er spielt heute auf meiner „Klimper-Liste“ mit. Meiner Lieblingsliste rund um’s Klavier. :3

 

 

Polarkreis 18 – Allein Allein

STOP! Ja – ihr kennt den Song schon. Tolles Lied, hat man sich aber dran satt gehört. Denkste. Der Remix ist – finde ich – besser als das Original. Vielleicht doch mal reinhören, hat Wums! :)

 

 

Quentin Sirjacq – Car je cherche le vide

Nein, Quentin Sirjacq ist kein Platzhalter für das „Q“. Hier könnte nun auch Queen stehen. Aber – sorry – ich mag Queen nicht. :) Quentin Sirjacq ist etwas für die, die detailreiche Klaviermusik mögen und sich auch vom nicht superspektakulären Spiel mitnehmen lassen können. Für die perfekte Untermalung zu einem Leseabend bitte hier entlang.

 

 

Reinhard Mey – Drachenblut

Den Link zum Video gibt es nicht. Denn er ist schlicht nicht auffindbar. Ich entscheide mich an dieser Stelle dennoch gegen Rise Against, RX Y, Reflection Eternal oder Röyksopp – obwohl alle super sind und es sogar Videos dazu geben würde. Dennoch steht hier Reinhard Mey und bleibt hier auch stehen. Kaum ein anderer Liedermacher begleitet mich schon seit Kindesbeinen so intensiv und beinahe väterlich, wie Reinhard Mey. Darum und weil auch ich ihm in meinem kleinen, unscheinbaren Blog „Dann Mach’s Gut“ sagen will. Ich hoffe, du und Max seht euch eines Tages wieder.

 

 

Sia – Chandelier

Wäre ich bei MTV würde ich jetzt sagen: „Das ist der beste female dance act des Jahres!“

Bin ich aber nicht. Aber Sia kannte ich bis 2014 nicht. Mittlerweile kenne ich glaube ich jedes Lied, das man nur finden kann und feiere diese Stimme unfassbar! Eine Live-Power wie kaum eine Andere.

 

 

Tocotronic – Pure Vernunft darf niemals siegen

Die Platte ist heute etwa 10 Jahre alt und wird von Jahr zu Jahr nur wahrer. Der Titel ist Programm.

 

 

Ulver – Eos

Ratet, woher Ulver kommten. Wer es errät, bekommt ein Eis. Ohne Sahne. Ebenfalls mit 6 Jahren bereits schon eine Weile auf dem Markt. Aber das Lied ist einfach nicht kaputt zu spielen und eignet sich für so viele Momente.

Insgesamt finde ich, dass Postrock als Genre sehr facettenreich und langlebig ist. Tolles Teil.

 

 

Vashti Bunyan – Train Song

Und der ist gleich 50 Jahre alt. Würde ich Gras rauchen, würde ich das vermutlich zu diesem Lied tun. :3

 

 

William Fitzsimmons – Passion Play

Das ist ja momentan so ein wenig trendy: Setz dir auch im 32 Grad heißen Scheinwerferlicht eine Mütze auf, hab einen Bart, den du kunstvoll mit deinem Brusthaar zu kreativen Kunstwerken knüpfen kannst und trag eine Hipsterbrille.

Wenn du dann noch Gitarre spielen und singen kannst, hast du den deal bei Universal schon fast in der Tasche. Anyway: Insbesondere Gitarre spielen und singen kann Herr Fitzsimmons halt einfach.

 

 

X

Tja. X. Ich habe getan was ich konnte. Aber aus reiner Verzweiflung wird X-Zibit hier sicher nicht unterkommen. Wenn ihr einen Vorschlag hättet, sonst…?

 

 

Yann Tiersen – Comptine d’Un Autre Été

Sollte es tatsächlich noch Menschen geben, die den wunderbaren Film der fabelhaften Amelie nicht gesehen haben – holt es nach. Neben einem stets grandiosen Yann Tiersen, der einen großen Teil zur Filmmusik beigetragen hat, gibt einem auch der Film viel mit. Falls sich jemand an die „moderne Klassik“ wagen möchte, ist Yann Tiersen meiner Meinung nach auch ein super Einstieg, weil er relativ simpel relativ viel verpacken kann. Ich höre ihn schon lange und das sehr gern.

 

 

ZSK – Alles Steht Still

Mein Song zum politischen 2014. Ich hoffe, einige nehmen ihn mit in das Jahr 2015 und stellen sich genau diese Frage: „Auf welcher Seite stehst du dann?“

Sie wird in den kommenden Jahren wichtiger als die Dekaden vorher.

 

 

 

Push the button!

Das war es wohl. Ganz sicher habe ich mich hier und da vertan. Oder auch nicht. Denn morgen würde ich vielleicht wieder ein anderes Lied bei „F“ einsortieren. Und übermorgen ein anderes bei „J“. Aber das ist ja Teil der Musik. Immer neu zu sein, situativ zu passen und sich für den Moment gut anzufühlen. Ich hoffe, ihr hattet ein wenig Spaß. Ich hatte ihn jedenfalls. Denn ich habe mir jedes Lied angehört und mich an ein paar tolle Momente erinnert, die man mit Worten vermutlich gar nicht beschreiben könnte.

 

Über Musik zu sprechen ist wie über Architektur zu tanzen.

– Steve Martin